Ministerin Lemke will im Konflikt am Nürburgring vermitteln
24.07.2011 - NURBÜRG
Im Konflikt um wirtschaftliche Interessen am Nürburgring hat die rheinland-pfälzische Tourismusministerin Eveline Lemke (Grüne) am Sonntag vor Ort zu vermitteln versucht. Es habe sowohl ein Treffen mit der Initiative "Save the Ring" (Rettet den Ring) als auch mit dem Hotelier und Ringbetreiber Jörg Lindner gegeben, sagte eine Ministeriumssprecherin. "Uns geht es darum, mit beiden Seiten ins Gespräch zu kommen und zu vermitteln."
Die Ministerin habe vor Ort in "die Region reinhören" wollen. Unabhängig von dem Treffen am Sonntag stehe sie dauerhaft im Austausch mit Lindner, um zu besprechen, wie es am Ring und mit dem lokalen Gewerbe an der Eifel-Rennstrecke weitergeht, sagte die Sprecherin. An einer Demonstration der Initiative "Save the Ring" habe Lemke nicht teilgenommen.
Zukunft der hochdefizitären Formel 1 am Ring ungewiss
Die Ministerin sprach jedoch vor dem Protestmarsch zu den Teilnehmern. Nach Angaben von Organisatoren und Polizei beteiligten sich rund 200 Menschen an der Aktion. Der Protest richtet sich gegen die privaten Betreiber des Nürburgrings. "Save the Ring" fordert unter anderem, die Rennstrecke von dem neuen Freizeitpark am Ring zu trennen und setzt sich für den Erhalt lokaler und regionaler Arbeitsplätze ein.
Die Zukunft der hochdefizitären Formel 1 am Ring ist derzeit ungewiss. Sie hängt von Verhandlungen mit Chefvermarkter Bernie Ecclestone ab. Die rot-grüne Landesregierung in Mainz will ihre millionenschweren Subventionen verringern.


