UNI MAINZ Premiere in Deutschland / Kran hievt tonnenschweres Gerät in die Apotheke der Universitätsmedizin
(kem/dpa). Die Mainzer Universitätsmedizin ist um eine Innovation reicher: Ein neuartiges, tonnenschweres Gerät zur Herstellung von Krebsmedikamenten ist gestern mit Hilfe eines Spezialkrans in die Apotheke der Einrichtung gehievt worden. Der Roboter - nach Angaben der Universitätsmedizin der erste seiner Art in Deutschland - werde Infusionslösungen zubereiten, die Krebspatienten während ihrer Chemotherapie verabreicht werden.
Dabei werden Zytostatika verwendet. Dieser Arzneistoff hemmt das Wachstum von Krebszellen, kann aber andere gesundheitliche Schäden verursachen. Der Herstellungsprozess sei bislang von Mitarbeitern ausgeführt worden, sei für sie aber trotz ihrer Routine nicht ungefährlich, hieß es. Deshalb werde nun der "CytoCare", der den Angaben zufolge eine "hohe sechsstellige Summe kostet", die Zubereitung der patientenspezifischen Infusionslösungen übernehmen. So ließen sich zudem Dosierungsfehler bei der Produktion ausschließen. Entwickelt wurde der Zytostatikaroboter von der südtiroler Firma Health Robotics, der Prototyp wurde 2004 präsentiert. REGION

