Wandertag im Windpark
19.02.2010 - WÖRRSTADT
Von Eva Fauth
ENERGIE Schüler gehen bei "juwi" in Wörrstadt wieder auf Entdeckungstour / Bewerbungsfrist läuft
Bei den Energiewandertagen können sich die Schüler nicht nur frischen Wind um die Nase wehen lassen - die Fünft- bis Achtklässler erfahren bei der Tour mit der Firma "juwi" aus Wörrstadt auch Wissenswertes über die Energie, die im Wind genauso wie in der Sonne steckt. Am Freitag, 23. April, geht´s los, sechs Termine gibt es bis zu den Sommerferien.
Wie sieht ein Windrad von innen aus? Was haben ein Kuhfladen und sechs Stunden Fahrradfahren gemeinsam? Und: Funktionieren Solaranlagen auch, wenn die Sonne nicht scheint? Dieses und vieles mehr erfahren die Schüler bei der Wanderung durch die "Energielandschaft" bei Wörrstadt, die sich rund um den Firmensitz von "juwi" entwickelt hat. 15 Schulklassen aus Rheinhessen waren im vergangenen Jahr mit Projektleiter Peter Glasstetter unterwegs; in diesem Jahr schreibt "juwi" - unterstützt von dieser Zeitung - die Energiewandertage erstmals für Schulen in der ganzen Region aus. "Das Interesse ist riesig", weiß Glasstetter aus der Flut von Bewerbungen, die 2009 eingingen, und vielen Gesprächen mit Lehrern. Erneuerbare Energien - ein Thema, auf das auch die Schüler neugierig sind.
Mit Lunchpaket
Ausgestattet mit einer Kamera und einem Quizheft machen sich die Klassen bei der "juwi"-Firmenzentrale in Wörrstadt auf den Weg. "juwi"-Lunchpakete sorgen dafür, dass bei der vier Kilometer langen Wanderung den Schülern die Energie nicht ausgeht. Drei Stationen liegen auf der Strecke: Solarpark, Windpark und die Energiekabine, die mit Pellets - also Biomasse - betrieben wird. An jeder Station gibt es neben spannenden Informationen auch jede Menge Spaß: Mit der Kamera können die Schüler das fotografieren, was sie fasziniert oder erstaunt. Gemeinsam wird dann über die Fragen im Quizheft gebrütet: Ab welcher Windgeschwindigkeit kann Strom erzeugt werden? Wie werden Pellets hergestellt? Was bedeutet eigentlich "solar"? Besonders spannend, verspricht Peter Glasstetter, wird es beim Thema Wind: Stopp machen die Schüler nämlich beim neuen Windpark Wörrstadt. "Die Windräder sind 138 Meter hoch und gehören zu den höchsten in Deutschland",so Glasstetter.
Wer bei den Wandertagen dabei sein will, kann sich bis zum 19. März bewerben. Über die Kreativität der Schüler war das "juwi"-Team schon im vergangenen Jahr erstaunt: "Wir haben selbst gedrehte Videos bekommen, eine Klasse hat eine Energielandschaft gebastelt, andere haben einen Rap-Song gemacht - super!" Und so seien auch in diesem Jahr der Kreativität keine Grenzen gesetzt, erlaubt ist an Bewerbungen alles - von klassisch bis kunterbunt. "Das Wichtigste aber ist: Die Schüler müssen erklären, warum gerade sie beim Energiewandertag dabei sein wollen", so Glasstetter.

