Das Zirkus-Abc beherrscht

GASTSPIEL Artisten und Tiere überzeugen in der Manege auf der Oppenheimer Festwiese

Keine Angst vor großen Tieren: Dompteur Sascha Prehn lässt Tigerdame Bavati kontrolliert durch den Glitzerreifen springen. Foto: hbz/Harry Braun

OPPENHEIM -Mit einer gut besuchten Vorstellung beendet der „Circus Manuel Weisheit“ sein dreitägiges Gastspiel auf der Festwiese. Bei sommerlichen Temperaturen und trotz „Konkurrenz“ des Niersteiner Winzerfests ließen es sich zahlreiche Zirkusbegeisterte an diesem Sonntag nicht nehmen, dem Familienzirkus einen Besuch abzustatten.

Den Auftakt der Zirkus-Show übernahmen Sascha Prehn und seine vier sibirischen Tiger Jill, Sahib, Shiva und Bavati. Aus nächster Nähe präsentierten sich die majestätischen Tiere, und sorgten mit ihrem Können bei so manchem Zuschauer für Gänsehaut. Mit einem kontrollierten Sprung durch einen silberfarbenen Glitzerreifen versetzte Tigerdame Bavati die jungen Zuschauer in der ersten Reihe in Staunen und erntete auch beim Rest des Publikums tosenden Beifall.

Akrobatik in höchster Vollendung

Für „Ohs“ und „Ahs“ sorgten auch Mini und Maxi – Pony und Pferd im Doppelpack. Unter der Anleitung von Zirkusdirektor Manuel Weisheit trabten sie leichtfüßig und in prägnanten Formationen durch die Manege. Als Teil des Dressurprogramms des Zirkusdirektors führten auch die jüngsten Familienmitglieder, vier einjährige Miniponys, gekonnt ihr Zirkus-Abc vor. Dass die Neuzugänge zurzeit spielerisch an die Zirkuswelt herangeführt werden, ist dabei für das Zuschauerauge nicht zu erkennen.

Das Zirkusteam weiß indes nicht nur mit seinen Tieren zu überzeugen: Mit ihren artistischen Nummern müssen sich die menschlichen Akteure keinesfalls hinter ihren vierbeinigen Familienmitgliedern verstecken. Für Begeisterung sorgten etwa Mary-Ann und Josephine mit ihrer Kontorsionsartistik. Mit Leichtigkeit bogen sie sich in den Unterarmstütz, turnten auf ihrem Podest Handstände und Körperrollen. Die Vorstellung der Brüder Weisheit an den römischen Ringen wirkte wiederum fast schon olympiareif. Mal hing einer der Artisten in einem Kraftakt waagrecht und mit nur einer Hand am Ring, mal schwebten die Brüder zu dritt in waghalsigen Hebefiguren über die Köpfe der Zuschauer hinweg.

Dass im „Circus Manuel Weisheit“ nicht nur die Kleinen auf ihre Kosten kommen, beweist die Vorstellung im Gesamtpaket. So vermag es auch Clown Dave mit seiner offenen und schelmischen Art, nicht nur den jungen, sondern auch den erwachsenen Zirkusbesuchern so manches Lachen zu entlocken. Insgesamt springt der Funke zum Publikum über, und so verlassen nach der Show glückliche Zuschauer die Manege.

Nach einer Woche Aufenthalt auf der Festwiese zieht Tom Thomsen, Geschäftsführer des „Circus Manuel Weisheit“, Bilanz: „Ich bin sehr zufrieden. Wir haben in Oppenheim eine fantastische Resonanz erfahren. Mit solch einem Zuschauerzuspruch hätte ich nicht gerechnet“. Zirkusdirektor Manuel Weisheit stimmt zu und lobt die Oppenheimer als „tolle Zirkusbesucher“.

Auch wenn es für den Zirkus mit seinen vielen Zugmaschinen nun erst einmal weiter über die Rheinfähre nach Riedstadt geht, kann Tom Thomsen sich eine Rückkehr nach Oppenheim in Zukunft gut vorstellen: „Wir würden sehr gerne wiederkommen“, erklärt er und denkt bereits an die kommende Saison.

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