Artistin und Tiere wohlauf

ZIRKUS Kleine Panne bei Luftnummer ohne große Folgen / Tierschützer-Demo

Am Samstagabend trat Ambra schon wieder mit der Nummer auf, bei der es mittags einen Fehler bei der Tuch-Wickeltechnik gab. Da war die Artistin mit dem Kopf auf dem Boden aufgekommen.
Foto: Sturm

BAD KREUZNACH -Schrecksekunde in der Vorstellung des Zirkus Charles Knie am Samstagnachmittag: Artistin Ambra hatte bei ihrer hochkarätigen Luftnummer gerade kopfunter ihren Partner Yves an einer Hand unter sich in der Schwebe gehalten. Beim Abgang mit dem Kopf voran rutschte sie mit ihm wie immer rasant an den seidenen Tüchern nach unten, wurde aber nicht kurz vor dem Boden gebremst, sondern landete unsanft mit Hinterkopf und Nacken auf dem Boden. Sie ging mit dem Partner zwar noch einmal in die Luft, hielt sich aber zurück auf dem Boden den Hals und musste die Nummer bedauernd abbrechen. „Ihr ist nichts passiert“, beruhigte Zirkus-Pressesprecher Patrick Adolph auf Anfrage der AZ. Die Artistin hatte bei der Wickeltechnik um die Beine einen kleinen Fehler gemacht, sodass beim „Abwickeln“ Richtung Boden das Tuch zu lang war. Schon am Abend trat Ambra wieder mit dieser Nummer auf.

Keine aggressive Stimmung

Bei bestem Wohlbefinden sind laut Adolph auch die mehr als 100 Zirkustiere: „Das Veterinäramt, das uns ständig kontrolliert, hat uns auch in Bad Kreuznach bestätigt, dass alles einwandfrei ist“, betonte der Pressesprecher. „Circus, ein guter Ort für Tiere“, unterstrichen auch die Vertreter der Gesellschaft für Circusfreunde, die im Vorzelt entsprechende Flyer verteilten. „Im Zirkus gibt es keine Geheimnisse“, ermunterten sie zum genauen Hinschauen auch in der Tierschau, wo den Tieren großzügige Freigehege mit zusätzlichen Reizen zur Verfügung standen. Vor dem Zirkus hielten rund zwei Dutzend Aktive der „Tierrechtsinitiative Bad Kreuznach“ (TriK) mit anderen Organisationen eine friedliche Mahnwache, um auf die Haltungsbedingungen von Tieren in Wanderzirkussen aufmerksam zu machen. In der Presseinformation berichteten die „TriK“-Aktiven von einigen „unschönen Zwischenfällen“ und dass die Polizei einige Male zum Schutz der Tierrechtler habe eingreifen müssen. Bei der Polizei sprach man allerdings von einer absolut ruhigen Aktion. „Im Bericht der Kollegen steht nichts von einer aggressiven Stimmung und Vorkommnissen geschweige denn von Tätlichkeiten“, sagte der Polizeisprecher und fügte hinzu: „So wünscht man sich jede Demo.“

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