„Haus der Freude“ fürs Dorf
06.02.2012 - HOCHSTETTEN
Von Christiane Barth
TV HOCHSTETTEN Buntes Unterhaltungsprogramm nach einem Jahr Pause
„Hochstetten Helau“ - so hat man die Fastnachtsbegeisterten am Wochenende im Turnerheim oft rufen hören. Seit Jahrzehnten veranstaltet der Turnverein Hochstetten nun seine Fastnachtssitzung.
„Nachdem die Fastnacht im letzten Jahr ausfallen musste, weil viele Helfer erkrankt waren, freuen wir uns umso mehr, in diesem Jahr wieder eine Sitzung auszurichten“, betonte Oliver Wöllstein, Zweiter Vorsitzender des Turnvereins. Damit die Sitzung ein voller Erfolg werden konnte, wurde ein buntes Programm bestehend aus Sketchen und Tänzen zusammengestellt.
Den Anfang machte dabei eine Gruppe bestehend aus fünf Männern, die dem Publikum mit Tänzen auf Klassiker wie „Das rote Pferd“ und „Cowboy und Indianer“ einheizte und das kalte Wetter draußen vergessen ließ. Bei stimmungsvoller Atmosphäre klatschten Bienen, Teufel und Matrosen fröhlich mit und lauschten im Anschluss den „Erlebnissen einer Ehefrau“. Dabei weckte Alice Neumann mit ihren humorvollen und zweideutigen Beschwerden einer Ehefrau über ihren Mann optisch Erinnerungen an Hilde aus der Fernsehserie „Familie Heinz Becker“. „Mit Alice Neumann haben wir eine richtige Fastnachtsikone auf der Bühne, die seit vielen Jahren dabei ist und früher immer das Programm organisierte“, hob Wöllstein auf die mit Kittel und Lockenwicklern Kostümierte hervor. Nach einer Schunkelrunde zu „An der Nordseeküste“ interpretiert von Martin Stallmann und Rafael Crespo war das fröhliche Publikum bereit für den nächsten Programmpunkt. Sigrid Brüssel und Lisa Schwenk berichteten als alte Damen von ihren Großstadterfahrungen und tauschten Dorfgeschichten aus; was ein anhaltendes Lachen im Publikum zur Folge hatte. Gerüchte aus dem Dorf gepaart mit aktuellen Nachrichten hatten sich beim Programmpunkt „Zwei auf der Rentnerbank“ auch Trudel Kemmer und Gerlinde Schmidt zu erzählen. Als Rentner verkleidet diskutierten sie, dass „Schlecker“ in Hochstetten aufgrund der Insolvenz zum „Staucafé“ umfunktioniert werden solle und aus der leer stehenden Schule ein „Haus der Freude“ entstehen könnte, wovon die Gemeinde profitiere und „gesund“ bleibe.
Vom Lachen über den Sketch noch außer Puste folgte sofort ein weiterer Angriff auf die Gesichts- und Bauchmuskulatur des Publikums: Beim „Strumpfhosentanz“ des Männerballetts sorgten die Tänzer für Aufsehen, indem sie eine Kette bildeten, in der je ein Bein von zwei nebeneinanderstehenden Personen in einer Strumpfhose steckte.
Nach einer Verschnaufpause ging es beim zweiten Teil des Programms mit Gastredner Frank Heilmann weiter, bis das Programm nach drei weiteren Sketchen und dem Tanz „Waka Waka“ seinen Höhepunkt fand. Beim Schlusslied „In Peru fliegt ‘ne Kuh“ stimmte das ganze Publikum singend und klatschend mit ein, wodurch die Stimmung zum Kochen gebracht wurde.

