Folgender Leserbrief erreichtes uns von Horst Kanter, Vereinsringvorsitzender des Vereinsrings Marxheim, Goldgrabenstraße 2, Hofheim-Marxheim zum Thema "HGV muss raus - Alte Feuerwache übernimmt DRK".
Die Unterbringung des Heimat- und Geschichtsverein (HGV) im Kultur- Bürger- und Vereinshaus Marxheim wirft einige Fragen auf.
Bei der Raumplanung des Kultur- Bürger- und -Vereinshaus Marxheim vor einigen Jahren wurde ein notwendiges Raumkonzept festgelegt. Da der Volksbildungsverein im alten Vereinshaus in der Bahnstraße Räume für die Volksbücherei hatte, sowie für die Abteilung Astronomie, sollte diese auch Räumlichkeiten am neuen Standort bekommen. Andere Vereine nicht, diese Planungen wurden vom Vereinsring Marxheim, dem Ortsbeirat Marxheim und Stadt Hofheim festgelegt.
Wenn jetzt hiervon abgewichen wird und der HGV eigene Räume erhält - was macht die Stadt Hofheim, wenn aufgrund der Abweichung der Beschlüsse nun andere Vereine auch eigene Räume haben möchten?
Das DRK übernimmt die alte Feuerwache, wieso steht dies schon fest? Das DRK hat geäußert, dass man es sich vorstellen könnte - hat aber nicht ja gesagt.
Nach Auskünften der Stadt sind Sanierungsmaßnahmen in Höhe von 5000000 Euro notwendig, dies sind nach Einschätzung die Untergrenze der Kosten. Wie soll ein Verein dies schultern, wenn selbst die Stadt diese Kosten nicht tragen will und mit allen Mitteln das Objekt los werden will?
Der HGV soll im Kultur- Bürger- und Vereinshaus Marxheim Räume von 28 qm erhalten. Hierzu muss gesagt sein, dass der angebotene Raum von 18 Quadratmeter einen Flur von drei Quadratmetern beinhaltet, somit verbleiben 15 Quadratmeter. Der angebotene Lagerraum (zehn Quadratmeter) wurde von der Hallen und Parkhaus GmbH der Stadt Hofheim gefordert, um Stühle, Flip-Carts, Präsentationswände etc. der Seminarräume unterzubringen. Wo sollen nun die Präsentatonswerkzeuge/Stühle verbleiben?
Ursprünglich war der angebotene Raum für die Vereinsringverwaltung geplant, wo bleibt der Vereinsring?
Die Lagerfläche unter dem Rewe-Markt sollten nach dem ermittelten Bedarf der Vereine 400 Quadratmeter groß sein, es konnten von der HWB nur 320 Quadratmeter umgesetzt werden. Der HGV hat auch keinen Bedarf angemeldet, da er in der alten Feuerwache einen Lagerraum von circa 40 Quadratmeter hat. Wo soll der HGV noch untergebracht werden?
Nach der hessischen Gemeindeordnung ist der Ortsbeirat in allen Fällen, was den Stadtteil betrifft, zu informieren und zu hören. Dies war im oben genannten Fall nicht, somit hätte eine Abstimmung in der Stadtverordnetenversammlung nicht erfolgen dürfen, oder gilt in Hofheim ein anderes Recht?

