Schnellster und ältester Feuerwehrmann am Start
(mwo) - Am Samstagnachmittag zog es zur siebten Auflage des 112-Laufes mit 250 Teilnehmern zwar etwas weniger Läufer zum Start am Feuerwehrhaus im Wickerer Weg als im rekordverdächtigen Vorjahr. Die Stimmung war jedoch wieder einmal bestens bei Teilnehmern wie Besuchern. Gegen den Wallauer Mittsommerlauf mit seinen 2500 Teilnehmern am Abend zuvor konnte auch dieses Mal der 112-Lauf im benachbarten Diedenbergen zwar nicht mithalten mit etwa nur knapp zehn Prozent so vielen Läufern. Wenn nicht der FDP-Parteitag dazwischen gekommen wäre, dann hätte aber mit Jörg-Uwe Hahn zumindest der Hessische Justizminister die Siegerehrung vorgenommen für die Läufer, die wie die Feuerwehr abgegangen sind.
Außerdem ist der 112-Lauf, der am Samstag zum siebten Mal von der Freiwilligen Feuerwehr im Rahmen seines zweitägigen Sommerfestes auf die Beine gestellt wurde, ein in der Region recht einmaliges Lauf-Event. Die Kreisstadt des Main-Taunus-Kreises hat nämlich auch im sportlichen Bereich einiges zu bieten. So gibt es gleich mehrere Volksläufe in Hofheim, von denen sich einige sogar ganz besonders abheben. Der Lorsbacher Schinderwaldlauf ist beispielsweise einer der ältesten Volksläufe Deutschlands. Dagegen gehört der Wallauer Mittsommerlauf zu den größten Lauf-Events Hessens, bei dem das ganze Dorf an der Rennstrecke die Teilnehmer anfeuert. Und dann gibt es noch den Diedenbergener "112-Lauf", der zumindest in der Region einmalig ist und als Feuerwehrlauf in dieser Art wohl auch sonst recht herausragend ist. Anfangs war sogar der Hauptlauf exakt 11,2 Kilometer lang wie die Notruf-Nummer der Brandschützer. Bei der vierten Auflage wurde dann die Distanz beim Hauptlauf auf Wunsch vieler Teilnehmer an die üblichen sportlichen Standards angepasst und wurde so zum Zehn-Kilometer-Lauf. Erstmals fand der 112-Lauf sogar nach dem Reglement des Hessischen Leichtathletikverbandes statt. Allerdings erwartete die Teilnehmer des Hauptlaufes keine komplette zehn Kilometer lange Strecke. Denn ein Teilstück von 300 Metern musste herausgenommen werden, da es durch die starken Regenfälle in der letzten Zeit so verschlammt war, dass es für die Läufer unzumutbar gewesen wäre. Dennoch war auch so der 112 Lauf immer noch anspruchvoll mit seinen 93 zu überwindenden Höhenmetern beim Hauptlauf und den 36 Höhenmetern beim Schnupperlauf über drei Kilometer.
T-Shirt-Wettbewerb
Als Streckensprecher fungierte auch dieses Mal Klaus Ernst, der neben seinem ehrenamtlichen Job als Ortsvorsteher jetzt auch noch im neuen "Förderverein der Diedenberjer Brunnenkerb" mit auf die Beine gestellt hat. Er rief noch vor dem Start einen Wettbewerb aus rund um das beliebte Feuerwehrlauf-T-Shirt. Das bekommt seit Beginn an jeder Läufer bei der Voranmeldung. Dieses Erkennungszeichen kommt offenbar in der ganzen Welt herum. So hätten sich vor einigen Jahren zwei vorher völlig Unbekannte auf Jamaika getroffen aufgrund des T-Shirts, das sie beide als Teilnehmer des 112-Laufs identifiziert habe, berichtete Ernst. Ein originelles Foto von Schauplätzen auf der ganzen Welt soll jetzt belegen, wo das Lauf-T-Shirt schon überall war.

