99 Schüler bei "Jugend forscht" in Mainz - Mädchen stark vertreten
27.02.2011 - MAINZ
Von Benjamin Kilb
Da wird manch fauler Naturwissenschaftsstudent gestaunt haben, zu was die Kinder und Jugendlichen fähig sind. Nur mit selbst angeeignetem Wissen untersuchten, programmierten und tüftelten sie an ihren Projekten für den 46. Regionalwettbewerb „Jugend forscht/Schüler experimentieren”. Am Samstag, ab 10 Uhr, werden die Arbeiten der Schüler zu den Themen Naturwissenschaften, Mathematik und Technik im Neubau Chemie der Gutenberg-Universität präsentiert. Vincent ist mit 9 Jahren der jüngste Teilnehmer am Wettbewerb. Weil er und sein Freund Manuel (11) es nicht mit ansehen können, wie der Busfahrer nach passendem Kleingeld sucht, entwarfen sie Prototypen von Maschinen, die Münzen automatisch sortieren und zählen. Die beiden Schüler des Willigis-Gymnasiums benötigen bloß ein wenig Holz, Kleber und Werkzeuge.
Wie man sich nach einer Partie zurücklehnen kann und das Neupositionieren der Figuren einem Computer überlässt, zeigte Alexander (15) vom Mainzer Gutenberg-Gymnasium. „Zwei Jahre hab ich gebraucht, um ein Computerprogramm zu schreiben und einen Roboterarm aus Teilen von Lego Mindstorms NXT zu entwerfen, die einem die immergleiche Arbeit beim Schach abnehmen”, so der Schüler. Erkannt wird die Position von Bauer, König und Co. anhand einer farblichen Markierung unterhalb der Figuren.
Mädchen inzwischen stark vertreten
Mit einem Anteil von 41 Prozent sind mittlerweile auch Mädchen beim Wettbewerb stark vertreten. Unter ihnen die beiden Gonsenheimer Gymnasiastinnen Kristin (14) und Sara (15). Sie stellten mit Gummibärchen, Zucker, Mehl und Speisestärke Kleber her und mit Orangenöl ein Lösungsmittel.
Die Sieger von „Schüler experimentieren” wurden am Freitag gekürt. Im Feld Arbeitswelt gewannen Lea Kahlert und Emma Luster, im Bereich Chemie Bolan Balouchev, Mustafa Cavlan und Jeróme Picco, in den Geo- und Raumwissenschaften Rachel Tanner und Emilia Nilges, in der Mathematik Jan-Philipp Dahms, Louis Mathäy sowie Can Tarhan und im Bereich Technik Niklas Mellmann und Pascal Widera. Bei „Jugend forscht” sicherte sich Julia Lohbeck den Sieg mit dem besten Arbeitswelt-Projekt, Daniela Pietsch auf dem Feld der Biologie. Unter den Jungchemikern gewann Iris Grünberg, unter den Physikern Jan Glensk und unter den Technikern Robert Westenberger.
In Mainz beteiligen sich 99 Schüler mit 50 Forschungsarbeiten an „Jugend forscht“. Die 9- bis 14-jährigen stellen ihre Projekte bei „Schüler experimentieren” vor, die 14- bis 17-jährigen bei “Jugend forscht”. Patenunternehmen des Regionalwettbewerbs ist die Schott AG.


